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  • Studie
    Bundesärztekammer, 01.06.2007

    Zunehmende Privatisierung von Krankenhäusern in Deutschland

    Folgen für die ärztliche Tätigkeit. Voraussetzungen, Wirkungen, Konsequenzen und Potenziale aus ärztlicher Sicht

    „Der Bundesärztekammer sind private und freigemeinnützige Träger grundsätzlich ebenso willkommen wie öffentlich-rechtliche. Es ist allerdings wichtig, dass es die öffentliche Hand ist, die im Fall von Versorgungslücken die Verantwortung für deren Schließung trägt.“ (21)

    „So ist insbesondere für den Krankenhausbereich festzustellen, dass der Zustand der Qualität der Organisation der Krankenhäuser bis weit in die 90er Jahre hinein extrem unbefriedigend war und dass die Modernisierung durch klare Unternehmensziele, klare Entscheidungsstrukturen, rationales Personalmanagement und Personalentwicklung, klare Aufbau- und Ablaufsteuerung, rationale Definition des Verhältnisses zur Umwelt (z. B. zu den niedergelassenen Ärzten) erhebliche Kreativitäts- und Produktivitätspotenziale heben konnte. Des Weiteren ist auf den ersten Blick festzustellen, dass allein die Umstellung des Vergütungssystems trägergruppenübergreifend das Verhalten massiv verändert hat und nicht allein auf die privaten Krankenhausträger beschränkt bleiben konnte. Unter diesen Umständen (…) ist das Auftreten privater Kapitalgeber und privater Unternehmensgruppen im Gesundheitswesen eher als Katalysator zu sehen.“ (24)

    Als ein wichtiger Trend werden die Aufweichungen der Grenzen ambulant/stationär ausführlicher behandelt.
    Vergleichsweise ausführliche Darstellung der Akteure und Funktionsweisen von Krankenhausratings.

  • Studie
    Deutsches √Ąrzteblatt, 01.04.2006

    Mehr Wiederaufnahmen nach Krankenhausentlassung am Freitag.

    Deutsches Ärzteblatt, Jg. 103, Heft 14, 7. April 2006

    Der Zeitpunkt von Aufnahmen, Verlegungen und Entlassungen im Krankenhaus wirkt sich statistisch signifikant auf Morbidität und Mortalität aus: Freitags-Entlassung erhöht die Wahrscheinlichkeit von Wiederaufnahmen binnen dreißig Tagen. Bei einer Entlassung am Wochenende ist die Mortalität geringer als an anderen Tagen. Die Gründe sind nicht eindeutig geklärt, die dünnere Personaldecke nachts und am Wochenende sowie die schlechte ambulante Versorgung / Arzneimittelversorgung am Wochenende sind aber höchtwahrscheinlich ausschlaggebend.
    Die Untersuchung prüft die Ergebnisse einer kanadischen Studie für Deutschland und findet die Ergebnisse bestätigt.

    Ausgewertet wurden Daten von knapp 500.000 Patient_innen. Diagnose und Behandlung blieben unberücksichtigt. Geprüft wurden Wiederaufnahmen und Todesfälle im Zeitraum von 30 Tagen nach der Entlassung.

    Zeitraum 1997-2002 (also vor DRG-Einführung; Verf. weisen aber darauf hin, dass Aufnahme- und Entlassungsverhalten sich mit den DRG nicht geändert hat)

  • Stellungnahme
    Prof. Dr. Michael Simon, 01.03.2016

    „Die vielfach vorgebrachte Argumentation, die Einführung des DRG-Systems habe die „Wirtschaftlichkeit“ der Krankenhäuser verbessert, kann insofern nicht überzeugen, als ihr implizit ein sehr zweifelhafter Wirtschaftlichkeitsbegriff zugrunde liegt.“ (Kompensation von Unterfinanzierung durch Personalabbau, Fahlzahlsteigerungen, Orientierung auf lukrative Fälle u.ä.)

    Verbot von gewinnorientierten Krankenhäusern könnte verfassungswidrig sein; allerdings würde eine Wiedereinführung des Selbstkostendeckungsprinzips vermutlich einen faktischen Ausschluss profitorientierter Strategien bedeuten.