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  • Studie
    ver.di, 20.03.2017

    Nachtdienstreport

    ver.di veröffentlicht Umfrageergebnisse

    Die Gewerkschaft ver.di hat 2015 in 238 Krankenhäusern bzw. auf 3791 Stationen einen "Nachtdienstcheck" durchgeführt und chronische Unterbesetzung in der Pflege festgestellt. Jetzt wurde die detaillierte Auswertung der Ergebnisse veröffentlicht.

  • Pressebericht
    correctiv.org, 24.02.2017

    Der große Krankenhaus-Raub

    Die 1-Euro-Privatisierung in Offenbach

    "2010 eröffnet Offenbach sein neues Klinikum, der Bau hat mehr als 170 Millionen Euro gekostet. Nur drei Jahre später verkauft es die Stadt für 1 Euro an den Krankenhauskonzern Sana. Der Schaden für Stadt und Land: mehr als 435 Millionen Euro. Das schreibt der Landesrechnungshof in einem bisher unter Verschluss gehaltenen Bericht. Wie konnte das passieren? Ein Lehrstück darüber, wem eine Privatisierung tatsächlich nützt."

  • Studie
    Hans Böckler Stiftung, 08.02.2017

    Böckler-Studie: Nurse to Patient-Ratios

    Regelungen im internationalen Vergleich

    Im Mittelpunkt der Studie stehen Regulierungssysteme, die zwingend einzuhaltende Mindestbesetzungen in Form von Nurse-to-Patient Ratios durch staatliches Recht vorgeben. Als Nurse-to-Patient Ratios werden Verhältniszahlen bezeichnet, die angeben, wie viele Pflegefachkräfte für eine bestimmte Zahl an Patienten pro Schicht auf einer Station, in der Notaufnahme, im OP etc. vorzuhalten sind.
    Untersuchte internationale Beispiele sind der US-Bundesstaat Kalifornien, Australien (insbesondere die Bundesstaaten Queensland und Victoria), Japan, Südkorea, Taiwan und Belgien.
    Aus der Pressemitteilung der Boeckler-Stiftung: „Die dokumentierten Regulierungsansätze böten eine Fülle von Anregungen, wie sich eine angemessene Personalausstattung in deutschen Kliniken sicherstellen ließe, schreiben Simon und Mehmecke. Da einheitliche Regelungen über Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen nur schwer zu erreichen seien, empfehlen sie den Weg über staatliches Recht – und plädieren dafür, Druck auf die Politik aufzubauen: Die gesetzlichen Vorgaben in den USA und Australien seien auf Kampagnen der in Gewerkschaften und Berufsverbänden organisierten Pflegekräfte zurückzuführen.“

  • Pressebericht
    DIE ZEIT, 02.02.2017

    "Es macht einen krank"

    DIE ZEIT über Gewerkschaftsaktivitäten in Krankenhäusern

    Die Wochenzeitung berichet ausführlich über die Vorbereitung von Arbeitskampfmaßnahmen - im Saarland und bundesweit: "Noch nie haben sich Pflegekräfte an Deutschlands Krankenhäusern zu einem gemeinsamen Großstreik verabredet. Das dürfte sich bald ändern. Die Forderung: mehr Personal."

  • Pressebericht
    Deutsches Ärzteblatt, 18.11.2016

    Zwischen Verantwortung und Profitstreben

    Deutsches Ärzteblatt über Ökonomisierung im Krankenhaus

    Das Deutsche Ärzteblatt berichtet über eine Studie von Medizinethiker Karl Heinz Wehkamp und Ökonom Heinz Naegler, die ÄrztInnen und Geschäftsführungen von Krankenhäusern befragt haben: "Ärzte berichteten von wie­der­holten Verletzungen medizinethischer Werte, etwa wenn 'lukrative' Patienten bevor­zugt und 'unattraktive' abgelehnt wurden.
    Der Umfrage zufolge führen Personal­verknappung und eine Arbeitsverdichtung zu Priori­sierungsentscheidungen, bei denen basismedizinische Leistungen wie die Anamnese, körperliche Untersuchungen und die persönliche Betreuung zu kurz kämen. Die Verletz­ung medizinethischer Werte führt bei den Ärzten dazu, dass das Vertrauen in die Kor­rekt­heit der Medizin schwindet, folgern Wehkamp und Naegler."

  • Pressebericht
    Stern, 10.08.2016

    Stern: Dramatische Mängel bei der Krankenhaushygiene

    Magazin testete 17 Krankenhäuser

    Aus dem Text: "Gewerkschaften und Hygiene-Experten sehen in den zunehmend schlechteren Arbeitsbedingungen für Putzkräfte in Krankenhäusern eine Ursache für die Ausbreitung gefährlicher Keime. Durch die Auslagerung der Reinigung sparen die Krankenhäuser zwar Kosten. Doch sind die auswärtigen Putzkräfte meist schlechter ausgebildet als angestellte und zudem überlastet. Laut einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) an deutschen Kliniken aus dem Jahr 2013 müssen Putzkräfte bis zu 400 Quadratmeter pro Stunde bewältigen."
    Ein ausführlicher Bericht ist in Stern 33/2016 erschienen.

  • Pressebericht
    Deutsches Ärzteblatt, 25.07.2016

    Wenn Grundsatz auf Versorgung trifft

    Deutsches Ärzteblatt über verschiedene Krankenhausträger

    Aus dem Text: "Die privaten Krankenhausträger waren ab den 1980er Jahren die ersten, die das Management ihrer Kliniken umgestellt und effizientere Abläufe im Alltag eingeführt haben. Damit waren sie Vorbilder für kommunale und freigemeinnützige Träger, die ihnen auf diesem Weg teilweise gefolgt sind. Zunehmend jedoch sehen sich die privaten Krankenhausträger der Kritik ausgesetzt, ihren wirtschaftlichen Erfolg auf den Schultern ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erwirtschaften und die Effizienzschraube zu überdrehen."

  • Pressemitteilung
    Marburger Bund, 22.05.2016

    Der Ökonomisierung entgegentreten

    Dem individuellen Patienten gerecht werden

    Zwölf Jahre nach der Einführung des Fallpauschalensystems (G-DRG) als Abrechnungsgrundlage in den Krankenhäusern sieht der Marburger Bund mit großer Sorge die negativen Folgen dieses Systems. „Das G-DRG-System setzt Anreize zur Fallzahlsteigerung und zu sachkostenintensiven Prozeduren. Der systembedingte Konkurrenzkampf der Krankenhäuser untereinander führt zu einer permanenten ökonomischen Wachstumsstrategie bei gleichzeitigem Kostensenkungswettbewerb zu Lasten der Beschäftigten“, heißt es in einem Beschluss der 129. Hauptversammlung des größten deutschen Ärzteverbands.

  • Pressemitteilung
    DIE LINKE. Landesverband Hessen, 20.04.2016

    Mehr Personal und höhere Löhne im Krankenhaus

    Pressemitteilung DIE LINKE. Landesverband Hessen

    „Wir brauchen einen leistungsfähigen und gut ausgestatteten Öffentlichen Dienst - dazu gehören auch gute Löhne für die Beschäftigten an den Krankenhäusern“, erklärt Heidemarie Scheuch-Paschkewitz, Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Hessen.

  • Pressebericht
    Focus, 16.04.2016

    "Wer krank ist, ist kein Kunde"

    Debattenbeitrag im Focus

    "Es ist an der Zeit, sich wieder auf das eigentliche Arzt-Patienten-Verhältnis zu besinnen, auf Empathie und Verantwortung. Eine Medizin am Fließband, die jährlich eine Leistungssteigerung verlangt, verliert den Patienten aus dem Blickfeld. Und damit das ärztliche Ethos", schreibt Gabriele Schackert (Dt. Gesellschaft für Chirurgie) in einem Gastbeitrag für das Magazin Focus.

  • Stellungnahme
    Dr. Bernard Braun, 14.04.2016

    „…dass die Abschaffung des DRG-Systems zwar eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für die erwarteten positiven Veränderungen ist.“

  • Stellungnahme
    ver.di, 13.04.2016

    Stellungnahme der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft – ver.di zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages am Mittwoch, 13. April 2016 zum Antrag der Abgeordneten Harald Weinberg, Sabine Zimmermann (Zwickau), Matthias W. Birkwald, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE

  • Stellungnahme
    Interessenverbend kommunaler Krankenhäuser e.V. , 11.04.2016

    Gemeinwohlorientierung und Ökonomie sind kein Gegensatz; Sparsamkeit dient dem Gemeinwohl
    „Notwendig ist eine Reform, die materielle Eigennützigkeit als Handlungsmaxime neutralisiert.“ (2)
    Zentrales Problem: Krankenhauswesen ist mit Aufhebung des Selbstkostendeckungsprinzips als Geschäftsfeld für Investoren interessant geworden. Das ist im Zusammenspiel mit der Unterfinanzierung das Hauptproblem.

    „Notwendig ist daher unseres Erachtens keine Debatte oder Entscheidung über das System der Fallpauschalen, und auch nicht über Personalschlüssel in der Pflege. Notwendig ist eine Grundsatzentscheidung über die Natur des Unternehmens Krankenhaus: kommerziell oder am Gemeinwohl orientiert?“ (4)

  • Stellungnahme
    Deutscher Ethikrat, 05.04.2016

    Patientenwohl als ethischer Maßstab für das Krankenhaus

    Ausführliche Stellungnahme des Deutschen Ethikrates

    „In der vorliegenden Stellungnahme werden die ethischen Probleme analysiert, die sich auf der Ebene des Krankenhauses insbesondere aus den auf der übergeordneten Allokationsebene festgelegten Rahmenbedingungen ergeben. Krankenhäuser müssen ihre Versorgungsleistungen vor dem Hintergrund politischer Vorgaben und unter ökonomischen Bedingungen erbringen, die zum Teil problematische Auswirkungen auf die Entscheidungen im ärztlichen und pflegerischen Bereich und damit auf das Patientenwohl haben.“

  • Pressemitteilung
    Deutscher Ethikrat, 05.04.2016

    Patientenwohl als Maßstab

    Position des Deutschen Ethikrates

    "Drei Kriterien bestimmen das Patientenwohl: die selbstbestimmungsermöglichende Sorge für den Patienten, die gute Behandlungsqualität sowie Zugangs- und Verteilungsgerechtigkeit. Mit Blick auf diese drei Kriterien ergeben sich unterschiedliche Konfliktfelder. Diese betreffen vor allem die schwindenden Möglichkeiten einer angemessenen Kommunikation in der Arzt-Patient-, Pflegende-Patient- und Therapeut-Patient-Beziehung sowie die zunehmende Schwierigkeit für die im Krankenhaus Tätigen, ihre berufsethischen Pflichten umzusetzen. Zudem erweist es sich insbesondere mit Blick auf Patientengruppen mit besonderen Bedarfen als zunehmend problematisch, für sie einen gleichen Zugang zu Krankenhausleistungen und eine gerechte Verteilung der Ressourcen sicherzustellen. Dies betrifft Kinder und Jugendliche, Patienten in hohem Lebensalter, Patienten mit geriatrietypischen Erkrankungen, mit Demenz, mit Behinderung und Patienten mit Migrationshintergrund."

  • Pressebericht
    Deutsches Ärzteblatt, 01.04.2016

    Chirurgen beklagen Zeitmangel im Krankenhaus

    Ärzteblatt über Auswirkungen von Fallpauschalen

    Laut Ärzteblatt übt die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Prof. Dr. med. Gabriele Schackert, scharfe Kritik an den Folgen des Fallpauschalensystems.