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  • Studie
    International Journal of Nursing Studies, 30.11.-1

    Untersucht wird die Personalausstattung im Verhältnis zur Zahl der Patienten in den Krankenhäusern des englischen National Health Service (NHS). Die Befunde aus den USA werden auch im englischen Kontext bestätigt: „Patienten und Pflegekräfte in dem Quartil der Krankenhäuser mit der vorteilhaftesten Personalausstattung (der niedrigsten Rate von Patienten pro Pflegekraft) zeigten durchgehend bessere Ergebnisse als in den Häusern mit weniger vorteilhafter Personalausstattung. Patienten in den Krankenhäusern mit den höchsten Werten von Patienten pro Pflegekraft hatten eine um 26% höhere Mortalität. (…) Die Pflegekräfte in diesen Krankenhäusern zeigten annähernd eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, mit der Arbeit unzufrieden zu sein, hohe Burnout-Raten aufzuweisen, und von einer niedrigen oder sich verschlechternden Versorgungsqualität auf ihren Stationen und in ihren Krankenhäusern zu berichten.“

  • Studie
    New England Journal of Medicine, 01.01.1970

    Nurse-Staffing Levels and the Quality of Care in Hospitals

    US-amerikanische Studie zu Personalausstattung und Pflegequalität

    Die Studie aus dem US-amerikanischen „New England Journal of Medicine“ von 2002 untersucht anhand der Daten von 799 Krankenhäusern den Zusammenhang zwischen dem Umfang der geleisteten Pflegearbeit pro Patient, dem Qualifikationsniveau der Pflegekräfte und dem Behandlungserfolg bzw. dem Erkrankungs- und Sterberisiko im Krankenhaus. Die Zahlen zu Magen-Darm-Blutungen, Harnwegsinfektionen, Lungenentzündungen, Herzstillständen, Blutvergiftungen und Thrombosen führt zu dem Ergebnis: „Ein größerer Anteil pflegerischer Versorgung durch examinierte Pflegekräfte und ein größerer Stundenumfang an Pflege pro Tag durch examinierte Pflegekräfte sind verbunden mit einer besseren Versorgung von Patienten im Krankenhaus.“

  • Studie
    Hans Böckler Stiftung, 08.02.2017

    Böckler-Studie: Nurse to Patient-Ratios

    Regelungen im internationalen Vergleich

    Im Mittelpunkt der Studie stehen Regulierungssysteme, die zwingend einzuhaltende Mindestbesetzungen in Form von Nurse-to-Patient Ratios durch staatliches Recht vorgeben. Als Nurse-to-Patient Ratios werden Verhältniszahlen bezeichnet, die angeben, wie viele Pflegefachkräfte für eine bestimmte Zahl an Patienten pro Schicht auf einer Station, in der Notaufnahme, im OP etc. vorzuhalten sind.
    Untersuchte internationale Beispiele sind der US-Bundesstaat Kalifornien, Australien (insbesondere die Bundesstaaten Queensland und Victoria), Japan, Südkorea, Taiwan und Belgien.
    Aus der Pressemitteilung der Boeckler-Stiftung: „Die dokumentierten Regulierungsansätze böten eine Fülle von Anregungen, wie sich eine angemessene Personalausstattung in deutschen Kliniken sicherstellen ließe, schreiben Simon und Mehmecke. Da einheitliche Regelungen über Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen nur schwer zu erreichen seien, empfehlen sie den Weg über staatliches Recht – und plädieren dafür, Druck auf die Politik aufzubauen: Die gesetzlichen Vorgaben in den USA und Australien seien auf Kampagnen der in Gewerkschaften und Berufsverbänden organisierten Pflegekräfte zurückzuführen.“

  • Studie
    RAND Journal of Economics, 01.10.2002

    (eigene Übersetzung und Zusammenfassung)

    „Wir untersuchten, wie sich der Wechsel eines Krankenhauses von einem Nonprofit-Krankenhaus zu einem Forprofit-Krankenhaus bzw. umgekehrt auf die Qualität und die Kosten für den Hospitalaufenthalt auswirkt.

    Wir stellten fest, dass 1 bis 2 Jahre nach dem Wechsel in ein Forprofit-Krankenhaus die Mortalität der Patienten (die für Außenstehende schwer zu erkennen ist) ansteigt, die Profitabilität des Krankenhauses deutlich ansteigt und die Personalausstattung absinkt. Nach dieser Zeit ist der Qualitätsabfall deutlich niedriger.

    Ein ähnlicher Qualitätsabfall ist nicht zu beobachten, wenn Krankenhäuser aus einem Forprofit-Krankenhaus in ein Nonprofit-Krankenhaus wechseln.

    Die Daten wurden aus der nationalen Langzeitbehandlungsbeobachtung (NLTCS) gewonnen, die in den Jahren 1982, 1984, 1989 und 1994 durchgeführt wurde. Insgesamt wurden 35.845 Medicare-Patienten in die Datensätze einbezogen.

    Es wurden 91.892 Krankenhausentlassungen während 1984 und 1995 untersucht. Nachdem Wiederaufnahmen wegen desselben Falles ausgeschlossen wurden, verblieben 73.503 Krankenhausaufnahmen aus 3.645 Krankenhäusern.

    Von diesen Häusern wechselten 133 von öffentlichen oder privaten Nonprofit-Krankenhäusern in Forprofit-Krankenhäuser. Aus diesen Krankenhäusern überprüften wir 2.592 Krankenhausentlassungen, die sich entweder vor, während oder nach dem Wechsel abspielten.
    81 Krankenhäuser wechselten von Forprofit-Krankenhäuser in öffentliche oder private Nonprofit-Krankenhäuser. Von diesen Krankenhäusern untersuchten wir 949 Aufnahmen aus der Periode vor, während oder nach dem Wechsel.

    Bei den Krankenhäusern, die von öffentlichen oder privaten Nonprofit-Krankenhäusern in Forprofit-Krankenhäuser wechselten, war die mittlere Mortalitätsrate (30 Tage nach Entlassung) 0,075 für Entlassungen, die fünf oder mehr Jahre vor dem Wechsel lagen. Diese Rate war mehr oder weniger stabil bis ein oder zwei Jahre nach dem Wechsel. dann stieg die Rate auf 0,130. Drei oder mehr Jahre nach dem Wechsel fiel die Rate dann auf 0,105. Dies ist 0,03 höher als fünf Jahre vor dem Wechsel. Die Sechsmonats- und Einjahressterblichkeit verhielt sich entsprechend.

    Beim Wechsel aus Forprofit- in Nonprofit- oder öffentliche Trägerschaft fand sich kein entsprechender Anstieg der Mortalität. Die Sechsmonats- und Einjahressterblichkeit 3 Jahre nach dem Wechsel war niedriger als die Sterblichkeit 5 Jahre vor dem Wechsel.

    Weitere Ergebnisse waren: Beim Wechsel zu einem Forprofit-Krankenhaus stiegen die Operationszahlen signifikant, die Zahl der Betten nahm signifikant ab, die Zahl der Beschäftigten und die Löhne nahmen ebenfalls signifikant ab - jeweils am deutlichsten 1 bis 2 Jahre nach dem Wechsel.“

  • Studie
    Schweizerische Ärztezeitung, 06.01.2016

    Administrativer Aufwand steigt weiter an

    Begleitstudie im Auftrag der FMH: Auswirkungen der neuen Spitalfinanzierung

    Seit 2012 sind die SwissDRG in Kraft

    Datenbasis: Seit 2011 jährliche repr. Befragung der Ärzteschaft

    Deutlich: Abnahme patientennaher Tätigkeit, Zunahme von Administrativem

    20% sind der Meinung, das oft zu früh entlassen wird

    Etwa ein Viertel der schw. Ärzt_innen bekommt variable Lohnbestandteile, z.B. Bonuszahlungen

  • Studie
    JAMA, 30.10.2003

    Hospital Nurse Staffing and Patient Mortality, Nurse Burnout and Job Dissatisfaction

    Je weniger Pflegekräfte umso höher die Sterblichkeit der Patienten

    In einer groß angelegten amerikanischen Studie (Aiken et al.: Hospital nurse staffing and patient mortality, nurse burnout und job dissatisfaction. JAMA 2002; 288: 1987-93) mit 232.342 chirurgischen Patienten aus 168 Krankenhäusern in Pennsylvania und mit Daten aus Fragebögen von 10.184 ausgebildeten Pflegekräften wurde der Zusammenhang zwischen der Arbeitszufriedenheit der Pflegekräfte, sowie der Sterblichkeit der Patienten in den Krankenhäusern auf der einen Seite und der Zahl der durch eine Pflegekraft zu betreuenden Patienten auf der anderen Seite ermittelt.

    Die Ergebnisse sind eindeutig:

    • Durchschnittlich kommt in den untersuchten Krankenhäusern eine Pflegekraft auf 5 bis 6 Patienten.

    • Es wurde in jedem der untersuchten Krankenhäuser die Sterblichkeit innerhalb von 30 Tagen nach Krankenhauseintritt ermittelt. Bei der statistischen Auswertung wurden unter anderem die Ausstattung, das Alter sowie die Haupt- und Nebendiagnosen der Patienten berücksichtigt und die Daten entsprechend statistisch korrigiert.

    • Ein Anstieg von 4 auf 6 zu betreuende Patienten pro Pflegekraft bedeutet einen Anstieg der Mortalität um 14 Prozent und von 4 auf 8 Patienten pro Pflegekraft einen Anstieg um 31 Prozent. Pro zusätzlichem Patienten nimmt die Sterblichkeit um 7% zu.

    • Muss eine Pflegekraft 8 statt 4 Patienten betreuen, bedeutet dies 5 zusätzliche Todesfällen pro 1.000 „normale“ Patienten und 18,2 zusätzliche Todesfällen pro 1.000 Patienten mit Komplikationen.

    Je mehr Patienten durch eine Pflegekraft versorgt werden mussten, desto häufiger gaben die Befragten emotionale Erschöpfung und Unzufriedenheit mit der Arbeit an. Es ergab sich eine statistisch signifikante Beziehung zwischen der Zahl der zu betreuenden Patienten und der Arbeitszufriedenheit. Pro Patient, der mehr betreut werden musste, ergab sich ein Anstieg der Unzufriedenheit mit dem Beruf um 15 Prozent.
    Diese Zahlen belegen, welches gravierende Risiko die ständige Zunahme der Arbeitsbelastung des Pflegepersonals darstellt. Aus dieser Sicht ist es unverantwortlich, im Pflegebereich Stellen abzubauen, wobei man noch berücksichtigen muss, dass in Deutschland - im internationalen Vergleich - die Zahl der Krankenhausbeschäftigten pro Patient sowieso schon extrem niedrig ist.
    Besonders übel ist dann noch, dass in den allermeisten Fällen, in denen etwas passiert, die Pflegekraft oder der behandelnde Arzt haftbar gemacht wird, nicht aber das Management, das die Stellenkürzungen angeordnet hat.

  • Studie
    JAMA, 28.07.2015

    Evaluation des Hospital-Acquired Condition (HAC) Reduction Program in den USA, das Kürzungen für Häuser vorsieht, bei denen es zu übermäßigen Komplikationen während des Krankenhausaufenthaltes kommt.

    Verf. stellen fest, das Häuser, die in anderer Hinsicht gut abschneiden, übermäßig von den Kürzungen betroffen sind und mahnen eine Überarbeitung der HAC-Methodik an.

  • Studie
    Hamburg Center for Health Care, 01.07.2014

    Der Forschungsauftrag sollte die gegenseitigen Schuldzuweisungen von GKV und DKG objektivieren, welche Faktoren für die Mengenzunahme im stationären Bereich verantwortlich sind, Angebots- oder Nachfrageseitig, ökonomische Fehlanreize versus Demographie und medizinischer Fortschritt, die Autoren diskutieren viele Einzelfaktoren, darunter verbergen sich interessante Einzelbeobachtungen, kommen zu keinem Fazit und fordern eine bessere Datengrundlage für weitere Forschungsprojekte.