Zeige Seiten mit den Tags "Fallzahlen": 10 Treffer.

  • Artikel
    Deutsches Ärzteblatt, 03.11.2017

    Ethische Mangelverwaltung

    Lassen sich ethische Prinzipien in ökonomischen Vorgaben verankern?

    Die Autoren Georg Marckmann und Jens Maschmann haben wenig Hoffnung auf grundsätzliche Änderungen gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen. Krankenhäuser müssten sich "auf einen anhaltenden, vielleicht sogar noch zunehmenden finanziellen Druck einstellen. Angesichts der bedenklichen Auswirkungen auf Patienten und Personal sind die Krankenhäuser in der Pflicht, Maßnahmen zu ergreifen, die zentrale ethische Werte fest in ihrem operativen Geschäft verankern."

  • Artikel
    Deutsches Ärzteblatt, 12.05.2017

    Druck bleibt bestehen

    Zwischenbilanz des Krankenhausstrukturgesetzes

    Die staatliche Krankenhausfinanzierung ist unzulänglich. Der daraus resultierende Druck äußert sich als Streben nach Erlössteigerung im Rahmen des DRG-Systems und hat damit erheblichen Einfluss auf den medizinischen Alltag. Daran hat das KHSG grundsätzlich nichts geändert.

  • Pressebericht
    Der Spiegel, 21.12.2017

    Der Arzt als Geldmaschine

    Interview zu Patientengefährdung durch Ökonomisierung

    Der Mediziner Karl-Heinz Wehkamp hat Klinikärzte befragt, wie wirtschaftliche Interessen die Behandlung der Patienten beeinflussen. Sein Fazit: "Eine Gefährdung der Patienten wird in Kauf genommen." Die Einschätzung beruht auf 60 qualitativen Interviews mit ÄrztInnen verschiedener Häuser. "Die Gefahr der Über- und Untertherapie zieht sich durch den gesamten Behandlungszyklus von der stationären Aufnahme über die Behandlung bis zur Entlassung. Nahezu alle befragten Ärzte berichten von dem auf ihnen lastenden Druck, bei allen Maßnahmen an die Optimierung der Fallpauschalen zu denken."

  • Studie / Pressebericht
    Deutsches Ärzteblatte, 27.10.2017

    Umgang mit ökonomischem Druck

    Studie zu Strategien von Führungskräften im Krankenhaus

    Wie gehen Führungskräfte im Krankenhaus mit dem ökonomischen Druck um, dem sie ausgesetzt sind? Ein Autorenteam hat Führungskräfte befragt und sie entsprechend ihrer Strategie eingeordnet. Als gemeinsame Grundproblematik zeige sich "die immer schwieriger werdende Aufgabe, den existenziellen ökonomischen Stress mit Mitarbeiterzufriedenheit und einer
    primär auf den Patienten ausgerichteten professionellen Haltung in Einklang zu bringen." Die Frage der Trägerschaft spiele dabei keine große Rolle, "da sich die Rechtsnormen wenig unterscheiden und die ökonomischen Zwänge öffentlich, gemeinnützig und privat geführte Krankenhäuser gleichermaßen betreffen."

  • Pressebericht
    Deutsches Ärzteblatt, 07.11.2017

    Folgen der Ökonomisierung täglich spürbar

    Ergebnisse einer Ärzebefragung

    Der auf Krankenhäusern lastende Druck, Gewinne zu erwirtschaften, um ihre Existenz zu sichern, wirkt sich auf die Arbeitssituation von Ärzten aus und beeinflusst auch die Patientenversorgung. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die Karl-Heinz Wehkamp vom Socium Forschungszentrum für soziale Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen und Heinz Naegler von der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht gestern (6. November 2017) in Bremen vorgestellt haben.

  • Pressebericht
    Münchner Merkur, 31.03.2016

    Mehr Notfall-Kaiserschnitte

    DRGs belohnen fragwürdige Abrechnung

    "Bayerische Kliniken rechnen Kaiserschnitt-Geburten zunehmend als Notfall-OP ab. Grund dafür könnte sein, dass Krankenhäuser für einen ungeplanten Kaiserschnitt mehr abrechnen können als für einen geplanten." Bericht der Zeitung Münchner Merkur.

  • Pressebericht
    Deutsche Apothekerzeitung, 30.03.2016

    Befehl von oben

    correctiv.org über ökonomisch motivierte Operationen

    "Viel zu häufig fällt die Entscheidung für eine Operation in der Krankenhausverwaltung – weil die Klinik ihre Bilanz aufbessern will. Ärzten wird in ihre Arbeitsverträge diktiert, dass sie bestimmte Quoten erfüllen müssen. Das kostet die Allgemeinheit viel Geld – und kann den Patienten schaden."

  • Pressebericht
    DIE WELT, 04.12.2014

    Kliniken sanieren sich mit sinnlosen Operationen

    DIE WELT über fatale Auswirkungen des Fallpauschalensystems

    "Kaum irgendwo wird so viel operiert wie in Deutschland. Viele Klinikchefs weisen ihre Ärzte an, möglichst viele Eingriffe vorzunehmen – die bringen am meisten Geld. Manch Mediziner gibt entnervt auf." So beginnt der ausführliche Bericht in DIE WELT über Fehlanreize durch die Abrechnung nach DRGs.

  • Pressebericht
    Focus, 16.04.2016

    "Wer krank ist, ist kein Kunde"

    Debattenbeitrag im Focus

    "Es ist an der Zeit, sich wieder auf das eigentliche Arzt-Patienten-Verhältnis zu besinnen, auf Empathie und Verantwortung. Eine Medizin am Fließband, die jährlich eine Leistungssteigerung verlangt, verliert den Patienten aus dem Blickfeld. Und damit das ärztliche Ethos", schreibt Gabriele Schackert (Dt. Gesellschaft für Chirurgie) in einem Gastbeitrag für das Magazin Focus.

  • Positionspapier
    Ärztekammer Berlin, 21.03.2001

    DRGs sind abzulehnen

    Hellsichtiger Beschluss der Berliner Ärztekammer

    „Durch ein DRG-System entsteht ein Versorgungsrisiko für die Patienten. Ein solches prospektives Vergütungssystem verlagert das wirtschaftliche Risiko auf die Leistungserbringer. Damit hängt der wirtschaftliche Erfolg respektive das wirtschaftliche Überleben von dem Umfang ab, in dem Leistungen oder Kosten reduziert werden. Dies führt zur Risikoselektion, implizierter Rationierung und Qualitätsverlusten durch Unter- und Fehlversorgung ('quicker and sicker'). Der einzelne Patient ist diesem Mechanismus hilflos ausgesetzt. Instrumente der Qualitätssicherung existieren oder funktionieren nicht. Die Erwartungen von Politik und Krankenkassen, durch die Einführung von DRGs Geld zu sparen, werden nicht erfüllt werden. Sämtliche internationale Erfahrungen sprechen dagegen. Es werden im Gegenteil die Kosten steigen.“