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  • Stellungnahme
    Konzernbetriebsrat Asklepios, 31.03.2017

    Zur Ökonomisierung des Gesundheitswesens

    Thesenpapier des Konzernbetriebsrates von Asklepios

    "Die derzeitige Situation in deutschen Krankenhäusern ist katastrophal" - so beginnt das ausführliche Papier des Konzernbetriebsrates von Asklepios, das Ursachen der Misere benennt und politische Forderungen entwickelt.

    Thesen zur Ökonomisierung des Gesundheitswesens (BR Asklepios)
    (180,55 kB)

  • Pressebericht
    Focus, 16.04.2016

    "Wer krank ist, ist kein Kunde"

    Debattenbeitrag im Focus

    "Es ist an der Zeit, sich wieder auf das eigentliche Arzt-Patienten-Verhältnis zu besinnen, auf Empathie und Verantwortung. Eine Medizin am Fließband, die jährlich eine Leistungssteigerung verlangt, verliert den Patienten aus dem Blickfeld. Und damit das ärztliche Ethos", schreibt Gabriele Schackert (Dt. Gesellschaft für Chirurgie) in einem Gastbeitrag für das Magazin Focus.

  • Pressebericht
    Deutsches Ärzteblatt, 18.11.2016

    Zwischen Verantwortung und Profitstreben

    Deutsches Ärzteblatt über Ökonomisierung im Krankenhaus

    Das Deutsche Ärzteblatt berichtet über eine Studie von Medizinethiker Karl Heinz Wehkamp und Ökonom Heinz Naegler, die ÄrztInnen und Geschäftsführungen von Krankenhäusern befragt haben: "Ärzte berichteten von wie­der­holten Verletzungen medizinethischer Werte, etwa wenn 'lukrative' Patienten bevor­zugt und 'unattraktive' abgelehnt wurden.
    Der Umfrage zufolge führen Personal­verknappung und eine Arbeitsverdichtung zu Priori­sierungsentscheidungen, bei denen basismedizinische Leistungen wie die Anamnese, körperliche Untersuchungen und die persönliche Betreuung zu kurz kämen. Die Verletz­ung medizinethischer Werte führt bei den Ärzten dazu, dass das Vertrauen in die Kor­rekt­heit der Medizin schwindet, folgern Wehkamp und Naegler."

  • Stellungnahme
    Deutscher Ethikrat, 05.04.2016

    Patientenwohl als ethischer Maßstab für das Krankenhaus

    Ausführliche Stellungnahme des Deutschen Ethikrates

    „In der vorliegenden Stellungnahme werden die ethischen Probleme analysiert, die sich auf der Ebene des Krankenhauses insbesondere aus den auf der übergeordneten Allokationsebene festgelegten Rahmenbedingungen ergeben. Krankenhäuser müssen ihre Versorgungsleistungen vor dem Hintergrund politischer Vorgaben und unter ökonomischen Bedingungen erbringen, die zum Teil problematische Auswirkungen auf die Entscheidungen im ärztlichen und pflegerischen Bereich und damit auf das Patientenwohl haben.“

  • Pressemitteilung
    Deutscher Ethikrat, 05.04.2016

    Patientenwohl als Maßstab

    Position des Deutschen Ethikrates

    "Drei Kriterien bestimmen das Patientenwohl: die selbstbestimmungsermöglichende Sorge für den Patienten, die gute Behandlungsqualität sowie Zugangs- und Verteilungsgerechtigkeit. Mit Blick auf diese drei Kriterien ergeben sich unterschiedliche Konfliktfelder. Diese betreffen vor allem die schwindenden Möglichkeiten einer angemessenen Kommunikation in der Arzt-Patient-, Pflegende-Patient- und Therapeut-Patient-Beziehung sowie die zunehmende Schwierigkeit für die im Krankenhaus Tätigen, ihre berufsethischen Pflichten umzusetzen. Zudem erweist es sich insbesondere mit Blick auf Patientengruppen mit besonderen Bedarfen als zunehmend problematisch, für sie einen gleichen Zugang zu Krankenhausleistungen und eine gerechte Verteilung der Ressourcen sicherzustellen. Dies betrifft Kinder und Jugendliche, Patienten in hohem Lebensalter, Patienten mit geriatrietypischen Erkrankungen, mit Demenz, mit Behinderung und Patienten mit Migrationshintergrund."

  • Pressemitteilung
    Dt. Gesellschaft für Chirurgie, 22.03.2016

    Zeitmangel beschädigt Arzt-Patienten-Verhältnis

    Warnung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

    Die Ökonomisierung der Medizin beschädigt zunehmend das Arzt-Patienten-Verhältnis, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) anlässlich ihres bevorstehenden 133. Kongresses in Berlin. Wenn Krankenhausstrukturen vor allem darauf ausgelegt sind, größtmögliche Erlöse zu erzielen, führe das häufig zu einem Vertrauens- und Informationsverlust. „Wir brauchen wieder mehr Zeit für das Gespräch mit den Patienten“, fordert daher Professor Dr. med. Gabriele Schackert, Präsidentin der DGCH.

  • Pressemitteilung
    Marburger Bund, 22.05.2016

    Der Ökonomisierung entgegentreten

    Dem individuellen Patienten gerecht werden

    Zwölf Jahre nach der Einführung des Fallpauschalensystems (G-DRG) als Abrechnungsgrundlage in den Krankenhäusern sieht der Marburger Bund mit großer Sorge die negativen Folgen dieses Systems. „Das G-DRG-System setzt Anreize zur Fallzahlsteigerung und zu sachkostenintensiven Prozeduren. Der systembedingte Konkurrenzkampf der Krankenhäuser untereinander führt zu einer permanenten ökonomischen Wachstumsstrategie bei gleichzeitigem Kostensenkungswettbewerb zu Lasten der Beschäftigten“, heißt es in einem Beschluss der 129. Hauptversammlung des größten deutschen Ärzteverbands.

  • Pressemitteilung
    Ärztekammer Berlin, 15.03.2016

    15 Jahre Fallpauschalensystem in deutschen Kliniken

    Position der Ärztekammer Berlin

    Die Berliner Ärztekammer hat bereits vor Einführung des Fallpauschalensystems vor dramatischen Folgen gewarnt. 15 Jahre später sieht sie sich bestätigt. „Wären DRGs ein Medikament, müssten sie sofort vom Markt genommen werden. Alle Nebenwirkungen sind eingetreten, fast alle Wirkungen ausgeblieben", erklärt ihr Präsident, Dr. med. Günther Jonitz.

  • Studie
    artec – Forschungszentrum Nachhaltigkeit, 01.01.2011

    Einfluss der DRGs auf Arbeitsbedingungen und Versorgungsqualität von Pflegekräften im Krankenhaus

    Ergebnisse einer bundesweiten schriftlichen Befragung repräsentativer Stichproben von Pflegekräften an Akutkrankenhäusern in den Jahren 2003, 2006 und 2008

    Ergebnisse aus dem WAMP-Projekt
    Schlusssatz: „Geforscht wurde schließlich auch deshalb, um fundierte Anregungen und Vorschläge für die Adjustierung der Steuerungswirkungen der DRGs geben zu können. So gesehen zeigen die hier präsentierten Zahlen eines sehr deutlich: Die Ausübung von Kostendruck auf die Krankenhäuser ist zunächst einmal damit verbunden, dass die Arbeitssituation vor allem der Pflege massiv verschlechtert wird und damit zugleich auch Verstöße gegen Kriterien der Versorgungsqualität und der Versorgungsgerechtigkeit befördert werden.“ (100)

  • Zeitschrift
    Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V., 01.01.2010

    Bernhard Braun/Sebastian Klinke/Rolf Müller: Auswirkungen des DRG-Systems auf die Arbeitssituation im Pflegebereich von Akutkrankenhäusern.

    Michael Isfort: Pflegepersonalbemessung im Krankenhaus – oder zur Beharrlichkeit der Normativität.

    Tina Quasdorf: Die Auswirkungen von DRGs als Entgeltsystem auf die Handlungsebene von Pflegenden im stationären Akutbereich – Eine Analyse empirischer Studien aus den USA.

    Michael Schilder: Zur Bedeutung der klinischen Pflegewissenschaft für eine forschungsbasierte Praxisentwicklung.

    Martin W. Schell/Christian Schulz: Der Experte und das Irrationale. Ethische Überlegungen zum Status des Expertenwissens in der Pflege.